Umzug der Seniorenwohnanlage in St. Johannis

//Umzug der Seniorenwohnanlage in St. Johannis

Umzug der Seniorenwohnanlage in St. Johannis

Die Seniorenwohnanlage des NürnbergStift an der Johannisstraße soll einen neuen Standort auf dem Gartengrundstück am Männerwohnheim in der Großweidenmühlstraße bekommen. Dafür soll auf dem bisherigen Standort der Wohnanlage Wohnbau entstehen. Der Bürgerverein St. Johannis befasste sich in seiner jüngsten Zusammenkunft mit dem Thema.

Zu den Plänen sagte Vereinsvorsitzender Sven Heublein: „Das sind sicher – nicht nur, aber vor allem – für die Bewohner der Seniorenwohnanlage an der Johannisstraße tiefgreifende Veränderungen. Aber auch für Anlieger und Bewohner des Stadtteils werden sich viele Dinge ändern.“ Für den Verein sei das Projekt unter bestimmten Bedingungen durchzuführen: „Wir fordern, dass gerade die 64 Bewohner der Apartments, die oft auf die relativ günstige Miete angewiesen sind, da sie sich einfach nicht mehr leisten können, eine Garantie von NürnbergStift erhalten, dass sie im neuen Domizil zu denselben Bedingungen und zur selben Miete leben können. Außerdem soll es auch weiterhin die Möglichkeit für Senioren geben, günstig im Stadtteil zu leben“, umreißt Heublein die „sozialen Forderungen“ des Bürgervereins. „Mit dem Garten des Männerwohnheims würde auch eine große Grünfläche verschwinden. Daher fordert der Bürgerverein, dass so viel der Fläche wie möglich erhalten bleiben soll. Dieses Grün soll dann auch öffentlich zugänglich sein, was es bisher ja nicht ist“, so Heublein weiter. Eine öffentlich zugängliche Grünfläche am Standort an der Johannisstraße, an der dann Wohnbau geschaffen werden soll, wünscht sich der Bürgerverein. Die Versammlung diskutierte auch die Gestaltung dieses angedachten Wohnbaus. „Hier ist uns wichtig, dass sich die Bebauung dann an der Bebauung der direkten Umgebung anpasst und kein riesiger Klotz entsteht. Wir bitten um ‚kluges Bauen‘“, so Sven Heublein.

Heublein abschließend: „Das kann alles in allem ein Gewinn für den Stadtteil sein, wenn der Rahmen stimmt. Unter den von uns genannten Voraussetzungen sehen wir die Möglichkeit, dass es gut werden kann. Die soziale und ökologische Komponente ist uns besonders wichtig. Senioren mit geringer Rente sollen nicht aus dem Stadtteil vertrieben werden. Und da St. Johannis eh sehr dicht bebaut ist, gibt diese ‚Rochade‘ die Möglichkeit, öffentlich zugängliches Grün zu schaffen. Diese Chance muss aktiv genutzt werden. Wir freuen uns auf den Dialog mit der Stadt Nürnberg und dem NürnbergStift über die konkrete Ausgestaltung des Projektes.“

2018-10-11T17:56:18+00:00